Was man bei der Aufnahme von Darlehen beachten sollte

Ein Darlehen ist allgemein betrachtet die zeitweise Überlassung von Kapital oder Sachen, verbunden mit der Rückzahlung des Kapitals respektive der Rückgabe einer gleichwertigen Sache sowie der Zahlung eines Nutzungsentgeltes bei Fälligkeit.

Es werden diverse Darlehensformen angeboten, darunter das Annuitätendarlehen, für das die während der gesamten Laufzeit in der Höhe identischen Rückzahlungsraten typisch sind, welche einen Tilgungsteil sowie einen Zinsteil beinhalten.

Der Tilgungsbetrag der Darlehensraten vermindert die Darlehenssumme, wodurch bei konstanter Rate der Zinsanteil abnimmt und der Tilgungsanteil steigt.

Das Bauspardarlehen zur Finanzierung

Üblicherweise ist mit einem Darlehen die Überlassung eines Geldbetrages gemeint, jener dient vor allen Dingen der Baufinanzierung, dem Immobilienerwerb oder der Immobilienmodernisierung, daher weisen Darlehensverträge auch zumeist längerfristige Laufzeiten auf.

Eine günstige Hausfinanzierung bekommt man beispielsweise mit einem Bauspardarlehen. Bausparkassen vergeben Bauspardarlehen, Grundlage ist hier ein Bausparvertrag, in dem eine Bausparsumme und die Einzahlraten des Bausparers verankert sind. Die Bausparsumme ergibt sich aus dem Bausparguthaben, geleistet durch den Bausparer, und dem Bauspardarlehen, gewährt von der Bausparkasse.

Jeder Arbeitnehmer, der vermögenswirksame Leistungen vom Arbeitgeber erhalten kann, sollte diese in eine Anlageform einzahlen, die gefördert wird. Dazu gehört auch der Bausparvertrag. Dabei kann man laut www.VERMOEGENSWIRKSAME-LEISTUNGEN.eu doppelt profitieren, denn zusätzlich zu den vermögenswirksamen Leistungen vom Arbeitgeber kann der VL Sparer eine Sparzulage vom Staat erhalten. Wer unterhalb einer gewissen Einkommensgrenze verdient, für den gibt es die Arbeitnehmersparzulage vom Staat. Diese Sparzulage kann dann zusammen mit den vermögenswirksamen Leistungen in den Bausparvertrag eingezahlt werden.

Mit Erfüllung der Zuteilungsbedingungen, darunter eine Mindestsparzeit und das Ansparen einer bestimmten Kapitalhöhe (oft zwischen 40% und 50% der Bausparsumme), stehen dem Sparer das Bauspardarlehen mit zuvor festgelegten Konditionen und das von ihm gesparte Vermögen zur Verfügung.

Ein gewöhnlich zur Anschlussfinanzierung eingesetztes Darlehen ist das Forward-Darlehen. Dieses wird bei positiver Entwicklung auf dem Zinsmarkt abgeschlossen, um sich für die Zukunft günstige Konditionen zu sichern. Für den Zeitraum zwischen Abschluss des Darlehensvertrages und Auszahlung der Darlehenssumme werden normalerweise keine Gebühren erhoben.

Darlehen mit veränderlichen Zinssätzen

Neben oben genannten Darlehen mit festem Nominalzinssatz gibt es auch jene mit Veränderlichem, beispielshalber das Cap-Darlehen, bei dem oft der Interbankenzinssatz als Vergleichsgröße für den Nominalzinssatz herangezogen wird und Obergrenzen für diesen existieren. Ebenso ist im Bereich der Darlehen mit variablem Zinssatz auch dessen Anpassung an die Geldmarktentwicklung möglich. Außerdem besteht oftmals unter bestimmten Bedingungen die Option auf die Umwandlung in ein Darlehen mit festgeschriebenem Zinssatz.

Darüber hinaus gibt es das Versicherungsdarlehen (sinngemäß auch Fälligkeitsdarlehen), bei dem der Darlehensnehmer lediglich Zinsen sowie Versicherungsprämien entrichtet und die Ablaufleistung der in diesem Zusammenhang abgeschlossenen Lebensversicherung die Darlehenssumme tilgt. Dabei ist zum einen die Zinsbindungsfrist zu berücksichtigen und, dass die reine Zinszahlung keine Minderung des Darlehensbetrages bewirkt, die Zinsen also immer auf die gesamte Summe erhoben werden, und zum anderen, dass Überschüsse nicht vom Versicherer garantiert sind.

Weitere Darlehensvarianten sind zum Beispiel das Hypothekendarlehen, besichert durch ein Grundpfandrecht (Buchgrundschuld, Briefgrundschuld, Hypothek), und das Tilgungsdarlehen, bei dem ein feststehender Tilgungsbetrag zur Reduzierung der Darlehenssumme sowie Zinsen zu zahlen sind. Demzufolge sinkt mit der Zeit die Höhe der Rückzahlungsraten.