Wie man Steuern sparen kann

Die Einkommenssteuer zählt neben der Umsatzsteuer zu den wichtigsten Steuereinnahmen des Staates. Jeder Bundesbürger der Einnahmen erzielt, sei es aus einem Arbeitsverhältnis, aus Vermietung und Verpachtung, aus Kapitalerträgen oder aus selbstständiger Arbeit, muss darauf Steuern entrichten.

Steuerpflichtige müssen bis zum 31. Mai, sofern keine Fristverlängerung beantragt wurde, die Einkommensteuererklärung des vorangegangenen Jahres beim jeweils zuständigen Finanzamt einreichen. Wer die Pflicht hat Steuern zu zahlen, der hat auch das Recht Steuern zu sparen lautete einst der Spruch von Helmut Schmidt, dem Ex-Bundeskanzler der siebziger Jahre.

Das deutsche Einkommenssteuergesetz ist kompliziert und mit seinen vielen verschiedenen Ausnahmeregelungen kaum mehr überschaubar. Von der Wunschvorstellung des Herrn Kirchhof, dass jeder Bürger seine Steuer auf einem Bierdeckel ausrechnen kann, sind wir noch weit entfernt.

Wer ein höheres Geldvermögen besitzt und daraus Kapitaleinkünfte erzielt, der kann auch heute noch mit steuermindernden Kapitalanlagen die Steuerlast senken. Das geht aber nur mit Kapitaleinnahmen, nicht mit anderen Einkommensarten.

Wie man seine Steuerlast senken kann

Jeder Bundesbürger, der Einkommensteuer zahlen muss, hat auch das Recht seine Steuerlast durch legale Möglichkeiten zu senken.

Einige Beispiele zum Einkommensteuer sparen sind nachfolgend aufgelistet:

Die Möglichkeit von Sonderausgaben:
Steuerzahler können, vorausgesetzt sie erfüllen bestimmte Kriterien, mit staatlich geförderten Renten wie der Riester-Rente oder der Basisrente (Rürup-Rente) Steuern sparen und gleichzeitig ein Vermögen aufbauen.
Die Beiträge zur Riester-Rente können 2008 bis 2.100,00 Euro als Sonderausgaben abgesetzt werden. Die Beiträge zur Ruerup Basisrente gelten ebenfalls als Sonderausgaben (eingeschlossen sind sämtliche weiteren Basisversorgungen), wirken sich aber nur schrittweise steuerlich aus. Im Jahr 2008 sind es 66%  vom jährlichen Maximalbetrag (Ledige 20.000,00 Euro und Verheiratete 40.000,00 Euro), die steuerlich abgesetzt werden können. Hinzukommt ein Anstieg um jährlich 2% bis 2025. Über die Rürup Rente kann man bei www.Ruerup-Riester-rente.net weitere Informationen erhalten.

Weitere Vorsorgebeiträge wie Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Arbeitslosenversicherung, Haftpflichtversicherung usw., Schulgeld, Kosten für die Berufsausbildung oder das Studium, Unterhaltszahlungen an den geschiedenen Ehepartner und Spenden sind ebenfalls Sonderausgaben.

Werbungskosten:
Ein strittiges Thema – die Entfernungspauschale. Seit Anfang 2007 können die Aufwendungen für Fahrten mit Pkw, Bus, Bahn oder Zug zwischen Wohnung und Arbeitsstätte  nur noch ab dem 21. Kilometer steuerlich geltend gemacht werden. Das Bundesverfassungsgericht prüft, ob die Neuregelung mit dem Grundgesetz vereinbar ist, die Entscheidung wird Ende 2008 erwartet.
Als Werbungskosten gelten auch Gewerkschaftsbeiträge, Kirchensteuer, Bewerbungskosten, Arbeitskleidung, Verpflegungsmehraufwendungen, Umzugskosten, häusliches Arbeitszimmer, doppelte Haushaltsführung usw.

Außergewöhnliche Belastungen:
Krankheitskosten, die den Eigenanteil überschreiten, Fahrtkosten zum Arzt, Kinderbetreuung, Fahrtkosten behinderter Menschen, Pflegekosten nach Pflegestufen eines Pflegeheimes für die Pflege Betreuung von Angehörigen, Pflege-Pauschbetrag, Einbau eines Treppenliftes, Kosten für eine Scheidung, Kosten für Beseitigung von Allergieauslösern, Kosten einer künstlichen Befruchtung usw. gelten als außergewöhnliche Belastungen und senken die Steuerlast.

Rund ums eigene Heim gibt es verschiedene Steuersparmodelle. Werden Renovierungs- oder Modernisierungsarbeiten durchgeführt – das gilt übrigens auch für Mieter, vorausgesetzt der Vermieter ist einverstanden – können die in der Handwerkerrechnung enthaltenen Arbeitskosten bis zu einem gewissen Teil steuerlich geltend gemacht werden.
Wer auf seinem Haus eine Photovoltaikanlage installiert und den kompletten Solarstrom ins öffentliche Netz einspeist, muss die daraus erzielten Einnahmen zwar versteuern, im Gegenzug kann er die Anschaffungskosten – im Jahr der Anschaffung ist eine Sonderabschreibung von 20% möglich – sowie die Wartungs- und Reparaturkosten steuerlich geltend machen.

Bevor man Geld ausgibt sollte man eine umfangreiche und unabhängige Vermögens- und Finanzberatung von www.ein-versicherungsmakler-in.de anfordern. Diese Anlageberatung sollte alle notwendigen Aspekte der Geldanlage umfassen und auch die steuerlichen Konsequenzen berücksichtigen.

So individuell wie die Lebenssituation des Einzelnen ist, so individuell sind auch die Möglichkeiten zur Senkung der Steuerlast zu sehen. Lohnsteuerhilfevereine, Steuerberater oder die Infoportale im Internet geben wertvolle Steuertipps.